Plastikfrei – Im Badezimmer

Unsere Reihe „Plastikfrei“ wird endlich weitergeführt! Dieses Mal geht es um unsere tägliche Hygiene im Bad.

 

Wie in vielen Bereichen des Alltags benutzten wir auch im Bad erschreckend viel Plastik: Zum Beispiel als Verpackung von Shampoo und Duschgel aber auch als Zusatz in Zahnpasta, Peeling und als Geschmeidigkeitsverleiher in Haarpflegeprodukten. Doch das muss nicht sein! Es gibt mehr als genügend tolle und auch sehr preiswerte Alternativen für dich, um das ganze Plastik aus deinem Bad zu verbannen. Ein paar Tipps, Tricks, Rezepte und Anleitungen wollen wir euch hier vorstellen.

Jeden Morgen wenn wir aufstehen, gehen wir ins Bad, gehen vielleicht auf die Toilette und putzen uns die Zähne mit Zahnpasta, in der leider oft, nicht gesunde und unverträgliche Stoffe enthalten sind, wie zum Beispiel Fluoride, Aromen und chemische Bleich- und Konsistenzgebende Mittel. Doch man kann sich in gut sortierten Bioläden auch umweltfreundliche Zahnpasta oder Zahnputztabletten kaufen. Aber noch einfacher, mit nur ein paar alltäglichen Hausmitteln, kann man sich seine eigenes Zahnputzmittel herstellen.

Pia, eine unserer Journalist*innen, hat selber ausprobiert, eine Zahncreme aus Natron und Kokosöl herzustellen und anzuwenden. Pias Bericht dazu:

„Die Herstellung war sehr einfach, besonders auch wegen den wenigen, einfach zu beschaffenden Zutaten. Die Anwendung war anfangs etwas schwierig, doch nachdem ich herausgefunden habe, wie man die Zahncreme auf die Bürste spachtelt, war die Handhaung easy. Etwas gewöhnungsbedürftig fand ich den Geschmack von Kokos, aber wer beim Minzgeschmack bleiben will, kann einfach etwas Minzöl dazutun.“

Auch bei der Zahnbürste kann man gut und praktisch auf die sehr viel ressourcenschonendere Bambusbürste (Biomarkt, Drogerie) umsteigen oder die ganz ursprüngliche Art, nämlich die Zweige des Zahnbürstenbaums weich zu kauen und sich so die Zähne zu reinigen, benutzen.

 

„Ein Deutscher nutzt im Laufe seines Lebens etwa 787 Flaschen Shampoo und verbraucht damit etwa 25 kg Plastikmüll.“

 

Außerdem ist Shampoo, beziehungsweise Duschgel ein großer Mikroplastikproduzent. Aber keine Angst, das bedeutet nicht, dass du gar nicht mehr duschen darfst. Es heißt nur, dass es sinnvoll ist, auf Alternativen umzusteigen, wie zum Beispiel feste Haar- und Körperseifen. Verlier nicht die Geduld, wenn die erste oder zweite Seife sich als suboptimal für deine Haare herausstellt. Probiere weiter und versuche dich vielleicht auch mal an No Poo, also Haare waschen ganz ohne Shampoo – das geht besonders gut bei kurzen Haaren. Noch einfacher ist es, bei der allgemeinen Körperpflege, bei der man einfach auf eine beliebige Seife aus natürlichen Inhaltsstoffen (z.B. Schafsmilch, Olivenöl), mit einer Duftnote deiner Wahl und oft auch für deine eigenen Hautbedürfnisse.

Auch Deos sind ziemliche Müllquellen – und außerdem häufig auch noch gesundheitsschädlich. Das kommt durch Zusatzstoffe wie Aluminiumsalze, Parabene oder EDTA. Doch um gut zu riechen, kannst du als Alternative doch einfach mal etwas feinkörniges Natron, dass du dir morgens unter die Achseln puderst, ausprobieren. Wenn deine Haut kein Natron verträgt, trage nach dem Duschen oder Baden im Verhältnis von 1:10 Apfelessig unter deinen Achseln auf und massiere es ein. Für eine stärkere Wirkung, gib einfach etwas ätherisches Salbeiöl hinzu. Aber auch Roll- und Sprühdeo kann man selbstherstellen. Auch das hat Pia ausprobiert.

„Das Deo, welches ich selbstgemacht habe, besteht aus Stärke, Natron und Kokosöl, also wieder aus einfachen Hausmitteln, die man überall bekommt. Auch die Herstellung war wieder einfach, danach musste ich das Ganze nur noch in eine leere Deoflasche füllen (Das könnte die einzige Schwierigkeit sein, eine Deoflasche zu bekommen), danach kann man es ganz normal verwenden. Es hat meine Erwartungen erfüllt, im Alltag kann man es super benutzten, doch für richtigen Sport, reicht es, meiner Meinung nach, nicht aus“

 

Auch beim Rasieren und bei Wattestäbchen kann man einfach auf plastikfreie Varianten umsteigen. Das waren jetzt vor allem Tipps für nützliche und notwendige Pflege. Doch auch reinigende Gesichtsmasken kann man sich in Sekunden, zum Beispiel aus Tonerde und Wasser, anrühren. Wenn ihr zu diesem Bereich auch gerne einen Beitrag mit Tipps und Rezepten lesen wollt, kommentiert es gerne unter diesem Beitrag.

Auch Fragen und Feedback könnt ihr uns sehr gerne stellen, ansonsten hoffen wir, ihr könnt jetzt mit eurem neuen Wissen schnell das meiste Plastik aus eurem Bad verbannen, und die Rezepte und Tipps ausprobieren.

 

Bis zum nächsten Mal,

eure Youth4Planet Redaktion

 

 

Quellen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/zahnpasta-inhaltsstoffe-ia.html

https://www.smarticular.net/zahnputzpulver-als-natuerlicher-ersatz-fuer-chemische-zahnpasta/

Buch: „Selber machen statt kaufen – Haut und Haar“ smarticular

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